„Klimaschutzinitiative Altdorf Gilching“ (KLIAG) stellt erste Ergebnisse vor

Am 15.06.23 hat KLIAG die ersten Ergebnisse des Quartierskonzeptes vorgestellt.

Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihr Interesse für die Themenblocks gemeinschaftliche Wärmeversorgung, Sammelaktion Solarstrom, Ladestationen für E-Autos, Carsharing und energetische Beratung kundzutun.

Die Gemeindewerke Gilching werden bei ausreichendem Interesse in diesem Projekt den Part der nachhaltigen Wärmeversorgung übernehmen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.gilching.de/klima-umwelt-energie-mobilitaet/klimainitiative-altdorf-gilching-kliag/

Die Ausbauplanung des Fernwärmenetzes wird weiter konkretisiert

Der Netzausbau geht zügig voran. Um den Ausbau noch effizienter zu gestalten, wurde der zeitliche Ablauf optimiert: Die Gebiete Argelsried und Schmidgern sollen bereits 2024 ins Netz eingebunden werden; das Ortszentrum über die Karolingerstraße in 2025.

In Zeiten knapper Ressourcen rückt das Fernwärme-Projektziel der Gemeindewerke noch stärker in den Fokus: Der Aufbau und Betrieb einer ökologisch nachhaltigen und auch wirtschaftlich vertretbaren Wärmeversorgung für ausgewählte Wärmeversorgungsgebiete in Gilching. Höchste Effizienz ist dafür bereits beim Netzausbau zu verfolgen. Um Netzverluste und teure Verteilnetzleitungen zu vermeiden, halten wir das Netz so kompakt wie möglich und konzentrieren uns zunächst auf Gebiete in der Nähe der Heizzentrale, in denen ein ausreichend großes Interesse mit Vorverträgen gesichert werden kann.

Im Jahr 2023 werden die beiden Bahnunterführungen St. Gilgener Straße und Starnberger Weg sowie die Verbindungsleitung zwischen Landsberger Straße und der Heizzentrale in der Nicolaus-Otto-Straße gebaut. Ab der Jahresmitte werden Teile der Sonnenstraße, der Landsberger Straße, der Waldstraße und der Melchior-Fanger-Straße neu erschlossen. 2024 sollen der Schmidgern und ein Großteil von Argelsried (Hopfenstraße, Margeritenweg, Am Römerstein, Münchener Straße, Rosenstraße, Tulpenstraße) ins Netz eingebunden werden.

Mit der Fündigkeit der Tiefengeothermiebohrung, die von Silenos Energy für Herbst 2024 angekündigt wurde, ist auch der weitere Netzausbau über eine Haupttrasse an der Karolingerstraße ins Ortszentrum vorgesehen. Wir verfolgen die Projektfortschritte auf Seiten des Bohrkonsortiums sehr genau um unsere Planung bei Bedarf jederzeit anpassen zu können.

Es ist uns wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern eine sinnvolle nachhaltige Wärmeversorgung anbieten zu können, gerade im Hinblick auf die geplante gesetzliche Verpflichtung bei einem Heizungstausch einen Erzeugungsanteil von mindestens 65% erneuerbarer Energien zu erfüllen.

Gemeindewerke Gilching setzen die Energiepreisbremse der Bundesregierung um

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die Energiepreise in Deutschland bedeutend in die Höhe getrieben. Auch unsere Pellet-basierte Interimsversorgung ist davor nicht gefeit: Preissteigerungen von 88 % bei den Holzpellets, 96 % beim Strom und sogar 106 % bei leichtem Heizöl sorgen dafür, dass sich der Arbeitspreis der Fernwärme durch die Preisgleitklauseln für 2023 um 74 % nach oben entwickelt hat.

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2023 Preisbremsen für Gas, Strom und Fernwärme eingeführt. Um einen Anreiz zum Energiesparen zu erhalten, gilt die Bremse lediglich für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauches. Der Arbeitspreis der Fernwärme wird für diese 80 % auf 9,5 Cent brutto pro kWh gedeckelt.

Weitere Informationen zur Energiepreisbremse finden Sie unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/energiepreisbremsen-2145728

Übrigens ist die Preissteigerung bei bereits laufenden Tiefengeothermieprojekten trotz Krise teilweise so gering, dass die 9,5 Cent brutto gar nicht überschritten werden. Die Preisbremse kommt daher zum Beispiel in Unterhaching gar nicht zum Tragen.

Bereits Ende letzten Jahres wurde die Mehrwertsteuer auf Fernwärme von 19 auf 7 % reduziert. Die Gemeindewerke werden diese Reduzierung im Rahmen der Jahresabrechnung an ihre Kunden weitergeben. Auch diese Maßnahme soll helfen, die Energieversorgung für die Bevölkerung bezahlbar zu halten.

Die Entwicklung bestärkt uns darin, den Aufbau eines mit Tiefengeothermie betriebenen Fernwärmenetzes gemeinsam mit Ihnen, den Gilchinger Bürgerinnen und Bürgern weiter voranzutreiben.

Gute Nachricht für Fernwärmeinteressentinnen und -interessenten: Die Förderung für eine Heizungsumstellung steigt!

Zum Jahreswechsel wurde der Fördersatz der Bundesförderung für den Anschluss an ein Fernwärmenetz auf 30 % erhöht. Wer bisher eine Kohle-, Öl-, Nachtspeicher- oder über 20-jährige Gasheizung hatte, bekommt noch einen Heizungstauschbonus von 10 % hinzu. Die Förderung umfasst alle Maßnahmen, die in einem Gebäude notwendig sind, um die alte Heizungsanlage zu deinstallieren, zu entsorgen und den Wärmetauscher der Fernwärme an das Heizsystem anzuschließen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node.html

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Digitalisierung in der Gemeinde Gilching

Die Gemeindewerke Gilching sind der Nachhaltigkeit verpflichtet, also fehlen wir nicht auf den Seiten der Broschüre „Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Digitalisierung in der Gemeinde Gilching (Auflage 1)“.

Dort erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zur lebenswerten Zukunft Gilchings durch die nachhaltige Wasser- und Fernwärmeversorgung, aber auch über die umweltfördernden Initiativen der Bürger und der Gemeinde sowie die lokalen Dienste, die Ihre Nachhaltigkeitsvorsätze zu einem leicht erreichbaren Ziel machen.

AUFRECHTERHALTUNG DER TRINKWASSERHYGIENE

Zurzeit werden Hotels, Gaststätten, Sport- und Veranstaltungshallen, Schulen etc., nur wenig bis gar nicht genutzt. Dies kann durchaus negative Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität haben. Jede Trinkwasser-Installation ist für einen bestimmungsgemäßen Betrieb, also einer regemäßigen Wasserentnahme, ausgelegt. Entfällt dieser Betrieb können sich Legionellen bilden, welche nur mit einem erheblichen Aufwand beseitigt werden können. Unabhängig davon ob ein Betrieb genutzt bzw. nur teilweise genutzt wird, sollte eine Spülung aller nicht genutzten Entnahmestellen mindestens wöchentlich, besser noch alle 72 Stunden durchgeführt werden. Die Kalt- und Warmwasserleitung sind getrennt zu spülen, zunächst Warm – und dann Kaltwasser.

Eine Unterbrechung des Betriebs ist zwar möglich, führen aber zu hohen Sanierungskosten, welche weit aus höher liegen als die Kosten für das Durchführen eines Spülprogrammes.

UMSTELLUNG AUF ELEKTRONISCHE WASSERZÄHLER

Wasserzähler

Umstellung auf elektronische Wasserzähler

Die Gemeindewerke Gilching wollen im Wasserzählerbereich 2017-2022 auf Zähler mit Funk umstellen.

Warum ist eine Umstellung der Wasseruhren nötig:

Seit 8. Februar 2007 gilt auch in Deutschland die Europäische Richtlinie über Messgeräte MID (Measuring Instruments Directive). Die Europäische Richtlinie ermöglicht den Wasserzählerherstellern ihre Messgeräte in der gesamten EU, sowie in der Schweiz und der Türkei in den Verkehr zu bringen. Auf Grund dieser Richtlinie haben sich die Bezeichnungen auf den Wasserzählern geändert. Der Hersteller prüft die Konformität seiner Zähler mit den Europäischen Vorschriften selbst und bringt ein Konformitätskennzeichen an. Konformitätsgeprüfte Zähler gelten dann als erstgeeicht. Bis 2016 können Wasserzähler noch nach altem Recht gebaut werden. Das bedeutet, dass über 2016 hinaus noch die bisherigen (alten) Wasserzähler in Betrieb sein können, längstens allerdings bis zum Ablauf der Eichgültigkeit (nach Einbau sechs Jahre). Ab 2016 müssen alle neu in den Verkehr gebrachten Wasserzähler MID-konform sein und eine Konformitätsprüfung durch den Hersteller nachweisen.

Warum wurde eine Umstellung auf Wasserzähler mit Funk-Modul entschieden:

Bisher wurde bei den Wasserhausanschlüssen in den Gebäuden der Wasserabnehmer herkömmliche statische Wasserzähler eingebaut. Alte herkömmliche Wasserzähler hatten nur lt. Eichgesetz eine Gültigkeit von sechs Jahren. Nach diesem Zeitraum mussten die Wasserzähler ausgetauscht werden. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Technologie auf dem Markt, die besondere Vorteile für den Wasserzähler mit Funk-Modul messen mittels remanenter Magnetfeldtechnologie, welche einen konstanten linearen Durchflussbereich bieten, sodass eine konkurrenzlose Messgenauigkeit geboten ist. Wasserverluste sind von vorneherein besser messbar und abrechenbar. Rohrbrüche und Leckagen werden eher erkannt. Die Konformität (Eichgültigkeit) kann über ein Stichprobeverfahren bis auf maximal 15 Jahre verlängert werden. Durch das Ablesen des Versorgers können innerhalb kurzer Zeit alle Zähler ausgelesen und digital in der Verwaltung weiterverarbeitet werden. Eine Schätzung der Wasserverbräuche bei einer Nichtmeldung ist nicht mehr notwendig. Alle diese Vorteile verringern langfristig Kosten, welche sich günstig auf den Wasserpreis auswirken.

Wie ist die Umstellung geplant:

Die Mitarbeiter der Gemeindewerke werden die Abnehmer im Laufe des Jahres aufsuchen um den Austausch vorzunehmen. Drei Wochen vor dem geplanten Wechsel informieren wir den Kunden eine schriftliche Benachrichtigung mit der Bitte um Terminvereinbarung. In diesem Schreiben erhält der Abnehmer noch einmal Informationen über den Zähler und den Hinweis auf sein zwei Wochen Widerspruchsrecht, wie in der Gemeindeordnung vorgeschrieben. Danach muss der Abnehmer nichts mehr unternehmen und jährlich nur noch die Abrechnung abwarten. Die Gemeindewerke beabsichtigen bis 2022 alle alten Zähler durch neue Wasserzähler mit Funk-Modul auszutauschen.

Weitere wichtige Informationen zum Thema Datenschutz:

Der Wasserzähler sendet alle 16 Sekunden ein verschlüsseltes Signal nach außen, das wir mit unserem Key-Schlüssel empfangen und auslesen können. Es werden folgende Daten übermittelt. Der schnelle Zählerstand und Zählernummer, die Leckagewarnung und den Trockenlauf. Weitere Daten können nur direkt an den Zähler durch einen Techniker von uns mit einem sogenannten optischen Auge vor Ort nur mit Ihrer Zustimmung ausgelesen werden. Alle gespeicherten Daten werden, wie in der Datenschutzvereinbarung vorgesehen, nach 460 Tagen überschrieben.

Welche Probleme können beim Einbau auftreten:

Der Zählerwechsel erfolgt kostenlos, allerdings können die neuen Wasserzähler nur eingebaut werden, wenn ein Zählerbügel für einen spannungsfreien Einbau vorhanden ist. Das ist bei ca. 90% aller Haushalte der Fall. Bei älteren Häusern und Gebäuden könnte eine Nachrüstung notwendig werden, die mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Für technische Fragen steht Ihnen unser Technischer Leiter, Albert Pfannes, gerne unter 08105 778344 oder unter 0171 6956880 zur Verfügung.

Alle Herstellerinformationen erhalten Sie hier:

MULTICAL21 Fakten, Vorteile, Nutzen (PDF)

Datenschutzanforderungen

Eingesetzte DV-Anlagen und Maßnahmen der Datensicherung (PDF)

Eingesetzte DV-Anlagen und Maßnahmen der Datensicherung (PDF)